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Erschienen
Strapazin #59
09/2000
Meiler Verlag, München (BRD)
98 Seiten / DM 10.-
Möglicherweise haben wir hier in der Parnass schon hie und da auf die gehobene Güte des Magazin Strapazin hingewiesen. Nur für die Neueinsteiger: Wer unter Comics nicht nur Mickey Maus, Asterix und Superman versteht, sollte sich Strapazin nicht entgehen lassen. Hier wird für einen kleinen Blauen in jeder Ausgabe ein Ausschnitt aus der anderen Welt der Comics gezeigt.

Dabei tauchen immer wieder unbekannte wie auch bekante Namen auf. In der aktuellen Nummer ist aus letzter Kategorie David Mazzucchelli (der Mann mit den vielen Doppelbuchstaben) zu nennen. Aber auch deutsche Namen wie Ott und Reumann sind schon bekannter. Aber hier geht es nicht in erster Linie um Bekanntheit, es geht um das Medium Comic, und die verschiedenen Wege es zu nutzen.

Sie können unterhalten (Ott und seine Gruselstory "A Good Place To Hide") oder nachdenklich machen ("Holzfäller" von Reumann). Karoline Schreiber macht sich etwas lustig über das Genre, leider mit einem nachdenklichen Unterton der den Spaß nicht so recht aufkommen lasen will. Nadine Spengler macht eher Grafiken mit Text als Comics. Und das ist nur eine kleine Auswahl des gezeigten.

Die Nummer 59 des Magazins fungierte als Katalog der Ausstellung "Bubbles ‚n Boxes ‚n Beyond" ([Sprech]Blasen und Rahmen und Mehr) und ist nach Auskunft des Verlage in Amerika schon fast ausverkauft. Vielleicht ein Grund für den Sammler, sich mal ein Comic ohne Variant Cover oder First-Appearence zuzulegen.


Wer Spaß an Grafik und Geschichten auch mal zu nachdenken hat, ist hier auf jeden Fall immer gut beraten. Und etwas Abwechslung hat noch niemand geschadet. In Erlangen konnte ein Schweizer Macher der Strapazin bei den Auflagen anderer Magazine nur in Ohnmacht fallen "Wiehrr chaben mit 3.000 Exemplaaaren angefangehn und sind jäzzd so bei 3.000 Exemplaaaren". Also ein weiterer Grund Strapazin zu kaufen wäre auch, elitär sein zu wollen. Was spricht dagegen? Strapazin sollte man zumindest mal gesehen haben.