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Mark Waid und Brian Augustyn / Barry Kitson
Erschienen
JLA: Das erste Jahr #1
01/1999
Dino Velag GmbH, Stuttgart
160 Seiten / DM 19,90
Dieser Sonderband der Gerechtigkeitsliga erzählt die Entstehung der mächtigsten Superhelden-Gruppe des DC Universums.
Im Vorwort wird das seltsame Fehlen von Superman und Batman erklärt. Durch die Neudefinition vieler Superhelden (beispielsweise von  Superman und Wonderwoman) in den letzten Jahren wurde eine bereinigte Fassung des Ursprungs der Gerechtigkeitsliga notwendig. Dabei ist eine zwölf Hefte lange Miniserie herausgekommen, die nun auf Deutsch bei Dino in zwei Bänden erscheint.

Es beginnt mit er unvermeidbaren Vorstellung der fünf Helden: Flash, Green Latern, Black Canary, Martian Manhunter und Aquaman. Da hier eine alte Geschichte erzählt wird, ist Hal Jordan die Green Latern. Gleichzeitig lernen wir den Hauptwidersacher der Miniserie kennen: Die Organisation Locus. Im Verlauf der ersten sechs Originalhefte tauchen noch Green Arrow, die Blackhawks, die Bruderschaft des Bösen und deren Haus-Helden-Team, die Doom Patrol, die Fieslinge Soloman Grundy, Eclipso, Thorn, Clayface, Vandal Savage und die Killer Sharks auf. Jede Menge Leute also.

Jedoch artet das nicht in reines Gute-hauen-Böse-und-das-in-Massen aus. Vielmehr wird die Frage, wo zum Beispiel die Green Latern die ganze Zeit hernimmt, angerissen - was zu seiner Entlassung als Testpilot führt. Black Canary erfährt von einer Liaison ihrer Mutter und Barry Allen, der schnellste Mann der Welt kommt immer zu spät. Der Martian Manhunter und Aquaman arbeiten an ihrem Problem, in der irdischen beziehungsweise Überwasser-Welt ihren Platz zu finden. Also ein guter Schuß menschlicher Probleme. Auch eine gute Priese Humor fehlt nicht.

Wem es jetzt so vorkommt, als hätte DC die Action vergessen, liegt völlig falsch. Es wird auf den 160 Seiten ordentlich gegen das Böse gekämpft und Locus zieht im Hintergrund die Fäden.

Die Zeichnungen sind für einen eher Unbekannten wie Kitson überraschend routiniert. Die klaren und schön eingefärbten Bilder machen einfach Spaß.


"Justice League of Amerika - Das erste Jahr" ist mit seinen knapp 20 Mark für den ersten Teil nicht gerade billig, aber aufgrund des Gebotenen - abwechslungsreiche Story, gute Bilder - richtig günstig und absolut zu empfehlen.