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Erschienen
Superman - der Mann aus Stahl #1
07/2000
Dino Verlag, Stuttgart
56 Seiten / DM 5,90
Er ist wieder da! War er weg?

Er hat viel hinter sich, insbesondere die letzten zehn Jahre waren von vielen Höhen und Tiefen durchzogen. Neu designt von Byrne, dann ermordet, geklont, verheiratet - ein stetiges Auf und Ab für den Stählernen nicht nur bei den Storys, sondern auch bei den Verkaufszahlen sowohl in Amerika also auch hierzulande.

Wöchentlich ein Heft und eine Unzahl an Sonderheften, das sind viele Seiten Comics mit jeder Menge Querverweisen - damit man auch ja alles kauft. Trotz der niedrigen Preise der deutschen Ausgaben leider immer noch zuviel für diesen kleinen Markt. Da geriet der Dino-Verlag in die Schusslinie der Kritik. Mangel an Kontinuität und Condor-ähnliche Zustände in der Chronologie wurden dem Stuttgarter Haus vorgeworfen. Auf die Kritik und die Verkaufszahlen musste man reagieren und tat es auch. Justice League of Amerika quasi eingestellt, Grüne Leuchte und Roter Blitz zu einem Heft zusammengelegt und die Superman-Serie neu aufgelegt.

Mit einem Heft eins (Sammlerherzen schlagen höher) beginnt es nun von neuem. Und was da beginnt sieht gut aus. Im gewohnten deutschen Format, zwei US-Hefte in einem deutschen zum Preis eines US-Heftchens, mit Magazin und Leserbriefen.

Die erste Geschichte ist ein kurzer Abriss der vergangenen zehn Jahre mit den Schlüsselszenen dieser Zeit (siehe oben), meisterlich getextet von Jeph Loeb und gekonnt gezeichnet von Mike McKone. Die herrlichen Farben mit computergenerierten Verläufen in Image-verdächtiger Übertreibung des technisch Machbaren lassen eine rundum gelungene Sache daraus werden. Ein Einstand wie er sein sollte.

Die zweite Story nicht mehr so nett in puncto Zeichnungen, aber mit deutlich mehr Story (was die Meisterlichkeit des mittlerweile Vielschreibers Loeb doch etwas in Frage stellt), auf jeden Fall lesbar. Es handelt sich um die Geschichte David gegen Goliath. Herr Odetts besitzt ein Stückchen Grund, auf das Lex Luthor scharf ist. Doch mit Hilfe der Presse gelingt es Superman fast ohne Superkräfte, diesen Streit für die Schwachen zu gewinnen. Ein immer wieder gern gesehenes Thema.

Superman Nummer eins ist nichts weltbewegendes aber was wäre die Welt ohne das rote "S" am Himmel der Comic-Kultur? Außerdem verschenken wie auch dieses Heft im schicken "Schwarzer-Karton-silbernes-Logo"-Stil auf der Jumm2000 am 22. Juli in Karlsruhe.

Übrigens: Die Bestellfrist für die Superman-Mega-Box (die fehlenden Hefte 71-100 Plus der Specials 16-19 plus signiertem Druck) wurde verlängert, da noch nicht genügend Bestellungen vorliegen. Wer sich das knapp 300 Mark schwere Teil sichern will, sollte sich beeilen. Auslieferung soll dann zu Weihnachten 2000 sein, falls es produziert wird. Denn nur wenn dem Verlag 1000 Vorbestellungen vorliegen, geht dieses auf die Vorbestellungen limitierte Teil auch in Druck.