2017
 
 
 

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Helmut Ulshöfer (Hrsg.)
Erschienen
Liebesbriefe an Adolf Hitler - Briefe in den Tod
10/98
VAS Verlag für Akademische Schriften, Frankfurt
115 Seiten
Von den etwa 8000 Briefen an die Reichskanzlei, in deren Besitz W.C.Emker als amerikanischer Offizier in Berlin kam, wurden in diesem Buch 43 Briefe an Adolf Hitler ausgewählt. Es wird bei der Lektüre sehr deutlich, welchem Realitätsverlust ein Großteil der Schreiberinnen erlegen waren: Die Befürwortung des nationalsozialistischen Staates an sich und die Verdrängung der Greueltaten und militärischen Niederlagen.

Viele Ansichten und Äußerungen in diesen Geschichtsdokumenten des Dritten Reiches erscheinen uns heute, mit unserer Geschichtskenntnis, als absurd oder naiv; versuchen wir jedoch, uns in die Zeit um 1940 zurückzuversetzen, so erkennen wir, wie sich die Verfasserinnen der Briefe wohl gefühlt haben müssen und vieles wird logisch und klar.

Dank spärlicher Kommentare, wird dem Leser genügend Freiraum gegeben, die Schreiben auf sich wirken zu lassen und sich kritisch mit deren Inhalt auseinanderzusetzen. Zur weiteren Veranschaulichung sind die Originalschreiben zumeist als Faksimile abgedruckt und im letzten Kapitel des Buches kommen noch Prof. Dr. phil. Gerhard Amendt und Dr. phil. Susanne Altweger als Kommentatoren z