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Volker Brummig
Erschienen
Die Ted-Galerie
10/99
DuMont Buchverlag, Köln
132 Seiten / DM 19,90
Iiiiiiiie, Kunst! Das ist doch trocken und langweilig.

Kommt drauf an.
Manche Menschen schaffen es, Kunst aus ihrem staubigen Museums-Klischee heraus zu reißen und interessant, sogar witzig, zu präsentieren.

Volker Brummig (welch bäriges Pseudonym) gehört zu diesen Menschen. Geschickt verquickt er die wonnige Erinnerung an die liebkosenden Plüschwesen, mit denen wohl jeder schon eine Zeit lang das Bett teilte, mit der bunten Welt der darstellenden Kunst. Wie aus einen Teddybär-Paralleluniversum entsprungen erscheint seine Version der Weltgeschichte der Kunst.

"Die Ted Gallerie" geht dabei einen anderen Weg, als das ähnlich gelagerte "Kleine Arschloch in ÖL".
Die begleitenden Texte könnten, den Teddy-Faktor einmal herausgefiltert, so auch im Brockhaus stehen.
Also: "Die Ted Galerie" beruht auf wahren Begebenheiten, Namen und Orte wurden aus Gründen des Frohsinns geändert. So wird aus einer Dose mit Bohnen in Tomatensoße eine Dose Bärenmarke, aus van Gogh wird Teddie van Stoff und aus der Tate-Gallery wird die Ted-Galery.
Wie meist bei der Beschäftigung mit Kunst kann man sich auch hier viele sinnvolle Gedanken machen, ist man erst einmal von den kuscheligen Bildern losgekommen.

Abbildung 1: Jonathan Bearovsky "Teddy walking to the sky"
Abbildung 2: Salvador Teddalí "Der brennende Teddy"





"Die Ted Galerie - Eine Weltkunstgeschichte" ist der niedlichste Weg, die Türen zur fremden Welt Kunst aufzustoßen, oder sich mit vielen Schmunzlern an die Schulausflüge ins Museum zu erinnern.