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Jack Kornfield
Erschienen
Frag den Buddha und geh den Weg des Herzens
11/99
Kösel Verlag, München
407 Seiten
Die Annerkenntnis der "Vier edlen Wahrheiten", der Grundsätze des Buddhismus, die von Buddha nach seiner Erleuchtung in seiner ersten Predigt im Wildpark von Isipatana (dem heutigen Sarnath) bei Benares verkündet wurden (Alles Leben ist Leiden, der Grund des Leidens ist der Durst nach Lust, der Durst nach Werden und Dasein, der Durst nach Vergänglichkeit, das Leiden kann durch Aufhebung des Durstes durch restloses Vernichten des Begehrens überwunden werden ,der Weg, der zur Aufhebung des Leidens führt, ist der edle, achtteilige Pfad aus rechter Anschauung, rechtem Wollen, rechtem Reden, rechtem Tun, rechtem Leben, rechtem Streben, rechtem Denken, rechtem Sichversenken) und die anschließende Verfolgung der Lehren Buddhas wird zunehmend attraktiv auch in zentraleuropäischen Gefielden: Enttäuscht von den christlichen Kirchen wenden sich gerade in unseren Tagen vermehrt Menschen von der Lehre der Auferstehung wie sie dich Christen verkünden zur Lehre der Wiedergeburt, folgen den Karma-Lehren, nach denen gute Taten bei der nächsten Wiedergeburt belohnt werden, schlechte aber negative Konsequenzen nach sich ziehen. Das Streben nach dem Nirvana, der höchsten Stufe nach der Buddhistischen Lehre, in der der ewige Kreislauf von Wiedergeburt, Altern und Tod durchbrochen werden kann, steht vermehrt mit Top-Priorität im Lebensplan vieler Menschen.

Jack Kornfield, einer der unangefochtenen Kenner des Buddhismus, hat mit seinem Werk "Frag den Buddha" ohne Zweifel nicht nur eine Handreichung für bekennende Buddhisten oder für Menschen, die sich auf den Weg zum Buddhismus aufmachen wollen geschaffen.

Aus der unüberschaubar gewordenen Masse der Veröffentlichungen zur viertgrößten Religion (nach Christentum, Islam und Hinduismus) sticht Kornfields Buch vor allem dadurch herraus, dass es sich sehr herzlich und anschaulich mit dem Thema befasst und gleichzeitig Komponenten des buddhistischen Geistesleben zu praktizieren hilft: In vier Teilen und 23 Kapiteln setzt sich der Autor mit den Grundfragen des Buddhismus auseinander; dazewischen streut er immer wieder Meditationen, die helfen sollen, die Lehren auch in den Geist aufzunehmen.

Dabei ist der promovierte Psychologe und Psychotherapeut, der als Mönch in Thailand, Burma und Indien lebte keineswegs objektiv. Ganz voreingenommen versucht er, die buddhistischen Lehren auch der westlichen Denkweise zu eröffnen, die bisweilen etwas verkorkst wirkenden Lehrsätze auf das praktische Leben zu übertragen.

Wer immer sihc mit dem Buddhismus beschäftigen will - in Kornfields "Frag den Buddha..." hat er eine sinnvolle und fesselnde Einstiegsmöglichkeit.