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verschiedene Autoren
Erschienen
Multimedia StarTrek-Tiviagame
12/97
vgs verlagsgesellschaft, Köln
CD-ROM für Windows und Mac / DM 49,95
Keine Serie hat in den vergangenen Jahren eine derart bemerkenswerte Renaissance miterlebt, wie die Weltraumsaga um die Kaptains Kirk, Picard, Sisko und Janeway: StarTrek, die Welt, die Gene Roddenberry vor 30 Jahren für uns erdacht hat, lebt und ist in aller Munde.

Täglich setzen sich viele Millionen in aller Welt vor den Bildschirm, um mitzuerleben, wie sich Spock, Kirk und "Pille" mit ihren Doppelgängern im Paralleluniversum herumschlagen, wie Picard "Energie" und Data "Ich funktioniere innerhalb normaler Parameter" sagt, wie Commander Sisko sich mit den Cardassianern, Dax sich mit symbiontenraubenden Trills, Odo sich mit Quark und Narris Kira sich mit der "professorischen Regierung" streitet, oder wie Captain Janeway zum hundertsten Mal mit Tränen in den Augen versichert, daß man einen Weg nach Hause finden würde...

1200 "knallharte Fragen aus dem gesamten Trek-Universum" hat die vgs-verlagsgesellschaft in der "Trek Academy" zusammengestellt. Spielziel ist es, sich durch die richtige Beantwortung der Fragen an der Akademie der Sternenflotte für den nächsthöheren Rang zu qualifizieren. Das mag zwar eine sehr theoretische Ausbildung sein, die im Normalfall bei Starfleet noch durch einen praktischen und vor allem den psychologischen Teil ergänzt werden würde, aber einfach ist das Bestehen dieser Prüfung in keinem Fall.

Die Ankündigung mit dem gesamten Trek-Universum mag heute ein wenig hochgegriffen erscheinen, hört doch dieses nach den Folgen der Generations-Crew nicht auf (Ehre, wem Ehre gebührt: Zwar sind "Deep-Space 9" und "Voyager" nicht ganz so beliebt und bekannt, wie die "Classics" oder die "Generations" vom Raumschiff Enterprise, zum Trek-Universum gehören sie aber allemal!), was die Fragen aber tun. Auch die Bedienerführung ist nicht ganz optimal gelöst: Die "Akreditierung" ist mit langen Wartezeiten zum Bildaufbau selbst bei modernsten Grafikbeschleunigern verbunden, die Antworten müssen in ein Feld eingegeben werden, bei dem der Cursor den Bildschirm verläßt, wenn längere (richtige!) Eintragungen vorgenommen werden; die Antworten selbst sind in der Datenbank teilweise falsch gespeichert (Rechtschreibfehler!). Schließlich dürfen echte "Trekkies" auch an der grafischen Gestaltung selbst noch einiges zu bemängeln haben: In viel zu grellen Farben kommt sie mit einem müden Abklatsch der brillianten Terminals der Föderation daher.

Dennoch: Mit der Trek Academy ist eine schöne Idee in die Tat umgesetzt worden. Nachdem sich der neue "Fähnrich" der Sternenflotte seine Personalakte angelegt hat (hier wäre Dr.Crusher sicherlich auch über eine funktionierende Größenanzeige, die nicht bei jedem Prüfling den gleichen Wert anzeigt, erfreut gewesen...) kann er sofort mit den Prüfungsaufgaben beginnen: Fragen zu den Themen Diplomatie, Technik, Geschichte und Personen sind in immer kürzeren Zeitintervallen zu beantworten. Klar, daß mit zunehmendem Rang auch die Schwierigkeit der Fragen zunimmt. Während der Fähnrich noch vergleichsweise einfache Fragen zu erwarten hat, wird ab dem Commander aufwärts kräftig ausgesiebt. So wird absolut sichergestellt, daß nur würdige Anwärter (also solche, die mindestens 28 Stunden pro Tag mit dem intensiven Studium der Trek-Wissenschaften beschäftigt sind) den Sessel des Captains einnehmen können.

Besonderer Gag: Egal, welchen Rang man bekleidet, kann man sich für den erreichten Rang eine Ernennungsurkunde ausdrucken lassen.

Wie dem auch sei: Echte Trekkies fragen ohnedies nicht nach Sinn und Nutzen, sondern genießen ein neues Stück Trek-Universum. Und dazu kann die Trek Academy in jedem Fall gezählt werden. Also dann: "Machen Sies so!&qu